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Der Kreislauf des Kohlenstoffs

Die Alpen sind ein Faltengebirge, das dadurch entsteht, dass die Afrikanische Platte mit der Eurasischen Platte zusammenstößt. Die Afrikanische Platte mit Italien schiebt sich dabei unter die Eurasische Platte und faltet sich und diese zu einer Höhe von bis zu über 4000 Meter auf. Das Felsengestein der nächsten Bilder besteht aus Kalkstein, der Einschlüsse von Meerestieren aufweist, d.h. dieses Gestein war einmal Meeresboden. Das erklärt auch die Schichtungen. Beim Falten werden die waagerechten Schichten schräg gestellt.


Monte Brione ein Kalksteinfelsen am nördlichen Seeufer des Gardasees Italien Juni 2013

Kalkstein verwittert sehr leicht. Insbesondere durch sauren Regen löst er sich auf. Auf dem folgenden Foto sieht man sehr schön die Auswaschungen durch den Regen.


Der obige Kalksteinfelsen aus der Nähe Juni 2013


Kalksteinablagerungen Juni 2013

Hier sieht man deutlich, wie der Kalkstein aus horizontalen Ablagerungen besteht. Einige sind über 30cm dick.
Gletschermühlen sind in der Eiszeit entstanden. Sie entstehen am Abfluss von Gletschern, die oft bis zu 3000m dick sein konnten. Dabei stürzt das Schmelzwasser durch Gesteinsspalten ins Tal. Das Schmelzwasser führt größere Steine mit, die in Drehung versetzt werden und an den Felswänden der Abflüsse das Gestein abreiben. Es entsteht eine bauchige Struktur im Fels.


Gletschermühle bei Torbole Italien Juni 2013

Die folgenden Fotos zeigen ca. 200 Mio. Jahre alte Saurierspuren aus der Zeit des Jura. Ebenfalls gut zu erkennen ist die Verwitterung des Kalksteins.


Spur eines Raubsauriers bei Rovereto Italien Juni 2013


Spur eines Pflanzenfressers (rund) und eines Fleischfressers (gezackt) bei Rovereto Italien Juni 2013


Größenverhältnis der Spur, bei Rovereto Italien Juni 2013



Wechselspiel zwischen Pflanzen und Tieren

Vor 4,5 Milliarden Jahren existierte auf der Erde kein Leben. Die Erde war viel zu heiß, denn die Oberfläche war flüssig. Es dauerte mehrere Millionen Jahre, bis die Erde abgekühlt war und eine feste Kruste gebildet hatte. Aber auch zu diesen Zeitpunkt konnte sich kein Leben bilden. Dennoch produzierte die Erde ein Gas, das zur Entstehung von Leben beitrug, nämlich Kohlenstoffdioxid. Das Gas wurde durch Vulkane freigesetzt.
Die ersten Lebewesen (Einzeller) teilten sich schon bald in zwei Gruppen auf. Einige betrieben als Stoffwechsel die Photosynthese und reduzierten das Kohlenstoffdioxid aus der Luft und produzierten den entscheidenden Sauerstoff. Dieser ermöglichte komplexeres Leben. Der andere Teil der Einzeller entwickelte sich zu Lebewesen, die statt Kohlenstoffdioxid, Sauerstoff aus der Luft reduzierten und Kohlenstoff oxidierten.
Die Lebewesen die Sauerstoff für ihren Stoffwechsel benötigen, bezeichnen wir heute als Tiere.
Die Einzeller die sich weiter entwickelt haben und dennoch Sauerstoff durch Photosynthese produzieren, bezeichnen wir heute als Pflanzen.
Mit der Entstehung von sauerstoffabhängigen Organismen begann der Kreislauf des Kohlenstoffs. Durch Photosynthese nehmen die Pflanzen das Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und geben Sauerstoff an die Luft ab.
Tiere reduzieren den Sauerstoff aus der Luft und oxidieren den Kohlenstoff zu Kohlenstoffdioxid, dass sie wieder an die Luft abgeben. Außerdem verwenden die Pflanzen das Kohlenstoffdioxid für ihr Stützmaterial Cellulose und als Energiespeicher die Stärke. Tiere ernähren sich von der Stärke.

Einige Prozesse in der Natur können das Kohlenstoffdioxid aus dem Kreislauf entfernen:
Wenn Pflanzen absterben, und luftdicht unter hohen Druck und Hitze für mehrere Millionen Jahren gelagert werden, dann entsteht aus den Stützmaterial Kohle, die wir Menschen z.B. fürs Heizen verwenden. Dabei wird das Kohlenstoffdioxid nach vielen Millionen Jahren wieder freigesetzt.
Außerdem kann das Kohlenstoffdioxid im Wasser der Ozeane gelöst werden und für viele Jahrtausende gebunden bleiben,
oder es wird durch Meereslebewesen, wie Plankton, Korallen, Schnecken, usw., zu Kalk umgewandelt und als Baumaterial für ihre Gehäuse verwendet. Beim Absterben dieser Lebewesen entstehen auf dem Meeresgrund mächtige Kalkablagerungen. Aus denen durch Plattentektonik Gebirge entstehen können. Dieser Vorgang dauert Millionen Jahre, so dass das Kohlenstoffdioxid für diesen langen Zeitraum aus dem Kreislauf herausfällt (siehe oben).

Text von A.N., mit kleinen Ergänzungen von Herrn Ecker.


Der Kreislauf des Kohlenstoffs in der Natur, Bild von Lisa Hentzschler



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